IBM Thinkpad X24

Debian GNU/Linux auf einem IBM Thinkpad X24

Installiertes System: Debian GNU/Linux 3.0 (woody) / Kernel 2.4.19 / XFree 4.1

letztes Update: 04.11.2003

Hardware

IBM Thinkpad X24 (Modellbezeichnung: 2662MWG)

00:00.0 Host bridge: Intel Corp.: Unknown device 3575 (rev 04)
00:01.0 PCI bridge: Intel Corp.: Unknown device 3576 (rev 04)
00:1d.0 USB Controller: Intel Corp.: Unknown device 2482 (rev 02)
00:1d.1 USB Controller: Intel Corp.: Unknown device 2484 (rev 02)
00:1d.2 USB Controller: Intel Corp.: Unknown device 2487 (rev 02)
00:1e.0 PCI bridge: Intel Corp. 82820 820 (Camino 2) Chipset PCI (-M) (rev 42)
00:1f.0 ISA bridge: Intel Corp.: Unknown device 248c (rev 02)
00:1f.1 IDE interface: Intel Corp.: Unknown device 248a (rev 02)
00:1f.3 SMBus: Intel Corp.: Unknown device 2483 (rev 02)
00:1f.5 Multimedia audio controller: Intel Corp. AC'97 Audio Controller (rev 02)
00:1f.6 Modem: Intel Corp.: Unknown device 2486 (rev 02)
01:00.0 VGA compatible controller: ATI Technologies Inc Radeon Mobility M6 LY
02:03.0 CardBus bridge: Ricoh Co Ltd RL5c476 II (rev 80)
02:03.1 CardBus bridge: Ricoh Co Ltd RL5c476 II (rev 80)
02:05.0 Network controller: Harris Semiconductor: Unknown device 3873 (rev 01)
02:08.0 Ethernet controller: Intel Corp. 82801CAM (ICH3) Chipset Ethernet Controller (rev 42)

Hier gibt es die komplette Ausgabe von 'lspci -vx'

Installation

Wenn Sie ein Media Slice mit CD/DVD-Laufwerk besitzen sollte die Installation problemlos funktionieren.

Falls Sie aber lediglich über ein USB-Diskettenlaufwerk verfügen brauchen sie spezielle Disketten, da die normalen Installationsdisketten Probleme mit USB Laufwerken haben. Die Disketten finden Sie hier:

Die Disketten könne Sie mit diesem Befehl erstellen:

      dd if=<file> of=/dev/fd0 bs=1024 conv=sync ; sync

Danach booten Sie das System mit der rescue-Diskette und folgen den Anweisungen. Nachdem die root-Diskette geladen ist wechseln Sie in die Console und legen einen Link für /dev/sda nach /dev/fd0 an (ln -s /dev/sda /dev/fd0). Danach können Sie wieder zurück zur Installationsroutine wechseln und die Installation normal durchführen.

Für weitere Informationen zur Netzwerksinstallation lesen Sie diese Anleitung.

Netzwerk-Interface

Um die Ethernet Netzwerkkarte zu betreiben müssen Sie das Modul eepro100 laden.

Um die wlan Karte benutzen zu können brauchen Sie die Treiber von linux-wlan.org und die kernel-sources des verwendeten Kernels.

Die Kernel-Quellen sollten in /usr/src/linux liegen.

Jetzt müssen Sie die wlan Treiber in /usr/src entpacken, danach können Sie in das Verzeichnis /usr/src/linux-wlan-ng-x.y.z wechseln und die Treiber installieren:

     make config
     make all
     make install

Während make config werden Sie gefragt welche module erstellt werden sollen.

Bei Build Prism2.5 native PCI (_pci) driver? (y/n) [n]: müssen Sie mit y antworten.

Das ist das einzige Modul das Sie für die wlan Karte brauchen, alle anderen Fragen können also mit n beantwortet werden.

Nach der erfolgreichen Installation finden Sie das Modul prism2_pci.o in /lib/modules/<kernel_version>/net

Danach müssen Sie noch in /etc/modules.conf diese Zeile einfügen:

     alias wlan0 prism2_pci

Und mit dem Eintrag von prism2_pci in /etc/modules dafür sorgen, dass der Treiber beim booten auch geladen wird.

Jetzt brauchen Sie nur noch ein kleines Script, welches die wlan-Karte konfiguriert:

     #!/bin/sh

     echo 'Starting wlan interface...'

     wlanctl-ng wlan0 lnxreq_ifstate ifstate=enable
     wlanctl-ng wlan0 lnxreq_autojoin ssid=<your_APs_SSID> authtype=opensystem

     #WEP Konfiguration (optional, aber empfohlen)
     # Default-Key auswählen
     wlanctl-ng wlan0  dot11req_mibset  mibattribute=dot11WEPDefaultKeyID=0
     # Unverschlüsslete Teilnehmer nicht akzeptieren 
     wlanctl-ng wlan0  dot11req_mibset  mibattribute=dot11ExcludeUnencrypted=true
     # WEP anschalten 
     wlanctl-ng wlan0  dot11req_mibset  mibattribute=dot11PrivacyInvoked=true
     # WEP-Key setzen (hier WEP128 Beispiel)
     wlanctl-ng wlan0  dot11req_mibset  mibattribute=dot11WEPDefaultKey0=01:02:03:04:05:06:07:08:09:10:11:12:13

     # Netzwerkkarte aktivieren und den Gateway setzen
     ifconfig wlan0 <your_IP> netmask <your_netmask> broadcast <your_broadcast>
     route add default gw <your_gateway>

Modem

Das integrierte V.90 Modem ist ein WinModem, womit die Chancen ziemlich gering sind das man es zum laufen bekommt. Sollten Sie trotzdem versuchen das Modem in Betrieb zu nehmen könnte ein Blick auf linmodems.org hilfreich sein.

Sound

Um die Soundkarte in Betrieb zu nehmen sollte das laden des Muduls i810_audio ausreichen.

Hinweis: Vergessen Sie nicht sich der Gruppe audio hinzuzufügen, damit Sie auch als normaler user auf die Soundkarte zugreifen können.

Grafik:

Die ATI Mobility Radeon M6 können Sie mit der XFree Version aus Debian woody nur im framebuffer Modus mit dem vesa Treiber nutzen.

Wenn Sie die radeon Treiber verwenden wollen, was auch zu empfehlen ist, brauchen Sie eine neuere Version von XFree welche sie aus testing installieren können.

Wenn Sie ihr System lieber auf stable/woody belassen wollen gibt es auch einen Backport von XFree4.2. Diesen können Sie aus dieser Quellen installieren, die Sie in ihre /etc/apt/sources.list eintragen müssen.

    deb http://people.debian.org/~frankie/debian woody/x421/

X lässt sich sowohl mit dem TrackPoint als auch mit einer angeschlossenen USB-Maus steuern.

Eine entsprechende XF86Config-4 (für die radeon Treiber) finden Sie hier

IRDA

Leider kann ich hierzu nicht viel sagen, da ich bisher noch nicht in der Lage war die Infrarot-Schnittstelle zu testen. IRDA sollte aber in aller Regel keine Probleme bereiten.

Für Informationen hierzu können Sie sich vergleichbare Notebooks aus der X Serie auf tuxmobil.org oder linux-laptop.net ansehen.

APM

APM sollte mit Debian GNU/Linux problemlos funktionieren, ich habe dazu Folgende Kernel-Optionen aktiviert:

      CONFIG_PM=y
      CONFIG_ACPI=y
      # CONFIG_ACPI_DEBUG is not set
      CONFIG_ACPI_BUSMGR=m
      CONFIG_ACPI_SYS=m
      CONFIG_ACPI_CPU=m
      CONFIG_ACPI_BUTTON=m
      CONFIG_ACPI_AC=m
      CONFIG_ACPI_EC=m
      CONFIG_ACPI_CMBATT=m
      CONFIG_ACPI_THERMAL=m
      CONFIG_APM=y
      # CONFIG_APM_IGNORE_USER_SUSPEND is not set
      CONFIG_APM_DO_ENABLE=y
      CONFIG_APM_CPU_IDLE=y
      # CONFIG_APM_DISPLAY_BLANK is not set
      # CONFIG_APM_RTC_IS_GMT is not set
      CONFIG_APM_ALLOW_INTS=y
      CONFIG_APM_REAL_MODE_POWER_OFF=y

Kernel

zum Schluss habe ich hier noch eine komplette Kernel Konfiguration für Linux 2.4.19.

Lizenz: Creative Commons Attribution-ShareAlike.